24. Juni 2013

uve unterstützt das Projekt „Steigerung der Ressourceneffizienz des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen“ des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

Immer knapper werdende natürliche Ressourcen erfordern auch in der Abfallwirtschaft einen noch sorgsameren Umgang mit den schon im Wirtschaftskreislauf befindlichen Rohstoffen. Vor diesem Hintergrund startete im Frühjahr 2013 das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MGUV) ein Projekt zur „Steigerung der Ressourceneffizienz des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen“. Ziel des Projektes ist es, zusammen mit der brandenburgischen Wirtschaft Möglichkeiten zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zur Beseitigung von Hemmnissen für ein Recycling von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen zu ermitteln, um daraus eine Strategie für eine bessere und längere Nutzung der Rohstoffe zu entwickeln.

Im Auftrag des MUGV des Landes Brandenburg wird das Projekt von der uve GmbH für Managementberatung und von der Fachgruppe Bauliches Recycling der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus fachlich und organisatorisch unterstützt. „Wir freuen uns, dass diese Initiative des MGUV des Landes Brandenburg existiert und dass wir als uve einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz leisten können“, verkündet Herr Dr. Meetz, Geschäftsführer der uve GmbH für Managementberatung.

Warum wurde die neue Initiative „Steigerung der Ressourceneffizienz des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen“ durch das MGUV des Landes Brandenburg ins Leben gerufen

Im Fokus des Projektes stehen die mineralischen Bau- und Abbruchabfällen. Bei den mineralischen Bau- und Abbruchabfällen handelt es sich um den mengenmäßig größten Abfallstrom. Bislang wird von diesen Abfällen lediglich ein geringer Anteil tatsächlich recycelt. Werden derzeit die mineralischen Bauabfälle größtenteils im Straßen- und Wegebau, im Landschafts- und Tiefbau aber auch zur Verfüllung von Tagebauen und für Deponiesicherungsmaßnahmen eingesetzt, so werden in den kommenden Jahren die Verwendungsmöglichkeiten von Bauabfällen beim Tagebau sowie zur Sicherung von Deponien zurückgehen. Diese Abfälle können dann für das Recycling und damit für einen ressourceneffizienteren Einsatz gewonnen werden. Unabhängig hiervon birgt auch der Einsatz der mineralischen Bauabfälle in anderen genannten Bereichen noch Möglichkeiten für eine effizientere Nutzung.

Mit der Initiative zur „Steigerung der Ressourceneffizienz des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen“ leistet das MGUV einen wichtigen Beitrag, um nicht nur die von der Bundesregierung vorgegebenen Recyclingquote in Höhe von 70 Prozent zu erfüllen, sondern aktiv und umfassend die globalen Ziele wie Ressourcenschutz und Klimaschutz zu verfolgen. Das Recycling von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen ist dabei eine notwendige Maßnahme des Klimaschutzes. Außerdem wird durch die Verbesserung des Recyclings eine Ausschleusung von Rohstoffen aus dem Wirtschaftskreislauf verhindert. Damit wird die Entsorgungssicherheit für die Wirtschaft erreicht.

Was leistet die uve GmbH im Rahmen dieses Projektes?

Den Kern unserer Aufgaben innerhalb dieses Projektes sehen wir darin, zusammen mit den Baubeteiligten der brandenburgischen Wirtschaft Ergebnisse zu erarbeiten, die unmittelbar in der Praxis Impulse setzen für eine Effizienzsteigerung des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen, z.B. durch die Initiierung von Vorreiterprojekten oder durch eine Änderung von konkreten Aufbereitungsschritten.

Im Fokus des Projektes stehen die Akteure, die durch ihr Handeln unmittelbar das Recycling von mineralischen Bau- und Abbruchabfälle beeinflussen. Wir starten einen Informationsaustausch zwischen allen Baubeteiligten. Dazu zählen Bauunternehmer, Anlagenbetreiber / Recyclingunternehmen, Betonhersteller, Labore, Architekten, Ingenieure, öffentliche und private Bauherren. Dieser Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den wichtigen Baubeteiligten soll im Land Brandenburg zukünftig etabliert werden.

Bis etwa September 2013 findet mit jeder Akteursgruppe ein Gesprächskreis statt. In den Gesprächskreisen werden die Hemmnisse ergründet, die aus Sicht der einzelnen Baubeteiligten einer besseren Nutzung der vorhandenen Recyclingpotenziale entgegenstehen. Das Wissen über die Hemmnisse ermöglicht, Impulse in die richtige Richtung zu gehen, ohne dabei an zu großen Hürden hängen zu bleiben oder gar zu scheitern. Wichtig ist vor allem, dass die Akteure als unmittelbar Handelnde Informationen und Vorschläge einbringen können, damit Maßnahmen herausgearbeitet und entwickelt werden, die direkt in die Praxis der Bauwirtschaft umsetzbar sind.

Frank Verheyen

Frank Verheyen

Managementsysteme und Organisationsuntersuchung

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f.verheyen@uve.de

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