16. Juni 2015

Nach intensiver Vorbereitung wird der Erfahrungsaustausch „Nachhaltige Unternehmensführung“ seit Anfang April 2015 in verschiedenen Gremien vorgestellt. Das Konzept wurde durch das Institut für Umweltökonomie (IfU) Mainz, das betriebswirtschaftliche Institut der uve, in Kooperation mit der Forschungsgruppe Kommunal-/Umweltwirtschaft (FGKU) der Hochschule Mainz entwickelt.

Teilnehmer

Der Erfahrungsaustausch richtet sich an die Vorstände, Geschäftsführer und Amtsleiter der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.

Nutzen

Wer in kommunalen Unternehmen verantwortlich ist, weiß, dass die politischen Mandatsträger immer höhere Anforderungen an eine nachhaltige Unternehmensführung stellen, und das nicht ohne Grund. Denn die Bevölkerung und gleichzeitig Kunden der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebe beobachten zunehmend kritisch, inwieweit die kommunalen Betriebe, deren Kernaufgabe die Daseinsvorsorge ist, die Emissionen gering halten und die natürlichen Ressourcen möglichst schonen.

Sozialverantwortliche Personalführung und eine demografiefeste Organisation sind weitere bedeutende Themen, die zur nachhaltigen Unternehmensführung gehören. Außerdem sehen sich die kommunalen Betriebe mit zunehmenden Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit konfrontiert. Politik, Wirtschaft und Bürger fordern mehr und differenziertere Leistungen und gleichzeitig Gebührenstabilität. Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebe stehen zunehmend unter Leistungsdruck und benötigen Handlungskonzepte für eine nachhaltige Unternehmensführung, die ökonomische, ökologische und soziale Handlungsprinzipien in Einklang miteinander bringt.

Aus der Diskussion zwischen den Betrieben der kommunalen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung aus Hessen lernen Sie die Erfahrungen anderer Betriebe mit Instrumenten und Maßnahmen der nachhaltigen Unternehmensführung kennen. Sie bekommen Entscheidungshilfen, um Ihr eigenes Engagement zu hinterfragen, wirkungsvoll zu strukturieren und weiter zu entwickeln.

Aus dem Erfahrungsaustausch ergeben sich einerseits Maßnahmen, die primär nach innen wirken, wie z.B. die nachhaltige Personalführung. Andererseits sind Maßnahmen nach außen gerichtet, etwa Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen oder zur getrennten Erfassung von Gebrauchsgegenständen zur Wiederverwendung. Sie diskutieren mit anderen teilnehmenden Betrieben darüber, wie sich Nachhaltigkeit bezahlt macht und über die wirkungsvollsten Wege der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Argumente, warum Sie sich an dem Erfahrungsaustausch beteiligen sollten:

Gegenseitige Hilfe zur Konkretisierung und Verbesserung der Nachhaltigkeit
Entwicklung strategischer Vorstellungen und Konzepte zur Strategieumsetzung
Erstellung von Berichten mit orientierender Bewertung ausgewählter Key Performance Indicators / KPIs (Ampelbewertung)
„Stärken“ kommunizieren, veränderbare „Schwächen“ abstellen!

Ablauf

Nachhaltige Unternehmensführung ist ein Langstreckenlauf, der nie aufhört. Der „ERFA Nachhaltigkeit“ ist konzeptioniert als ständige Erfahrungsaustauschrunde kommunaler Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebe in Hessen, die sich zweimal jährlich trifft und Themen der nachhaltigen Unternehmensführung diskutiert. Wir bereiten die Themenfelder mit (wenigen) ausgewählten Kennzahlen (Key Performance Indicators / KPI) vor und stellen als Input gute Praxislösungen für die nachhaltige Unternehmensführung vor. In der Regel werden die Erfahrungsaustauschrunden auf vier Stunden begrenzt.

Für jede Erfahrungsaustauschrunde vereinbaren wir zuvor mit allen Teilnehmern ein Themenfeld als Schwerpunkt. Die Auswahl der Themenfelder richtet sich nach Ihren Prioritäten. Mögliche Themenfelder sind beispielsweise:

Nachhaltiges Ausschreibungsmanagement
Ökoeffizienzanalysen zur ökonomisch-ökologischen Strategiebewertung
Nachhaltige Mitarbeiterführung
Umweltfreundlicher Fuhrpark
Demografiesichere Gebührengestaltung / Anlagenplanung
Kommunikation der Nachhaltigkeitsstrategie mit den Stakeholdern

Der Erfahrungsaustausch bleibt nicht auf die persönlichen Treffen begrenzt, sondern wird zwischen den Austauschrunden online fortgeführt. Dazu richten wir ein Online-Expertenportal ein. Der Zugang zum Portal wird mit Benutzernamen und Passwort geschützt. Die teilnehmenden Betriebe greifen hier auf die Ergebnisse der Erfahrungsaustauschrunden zu. In einem Forum stellen sie Fragen zu aktuellen Themen und Ereignissen ein, die von Partnerbetrieben kommentiert werden.

Möchten Sie mehr zum Erfahrungsaustausch „Nachhaltige Unternehmensführung“ erfahren? Wir informieren Sie gerne!

www.vksimvku-benchmarking.de

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