2. November 2011

Fallen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter insgesamt für mehr als sechs Wochen im Jahr aus, so sind Unternehmen zur Einführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) gemäß § 84 Abs. 2 SGB IX verpflichtet. Pflichtverletzungen können erhebliche Konsequenzen wie Schadensersatzansprüche oder die Unwirksamkeit einer krankheitsbedingten Kündigung nach sich ziehen.

Unbeschadet der Rechtslage ist ein BEM eine äußerst sinnvolle Einrichtung, dient sie doch der Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit gesundheitlich beeinträchtigter Mitarbeiter/innen. Zentraler Baustein eines BEM sind Rückkehrgespräche. Diese sind auch bei Krankheitsfällen mit kürzeren Ausfallzeiten als jährlich sechs Wochen ein bewährtes Mittel, um die Wertschätzung gegenüber dem ausgefallenen Mitarbeiter bzw. der Mitarbeiterin auszudrücken. Damit tragen Rückkehrgespräche, so sie konstruktiv geführt werden, in der Summe zur Verbesserung des Arbeitsklimas und zur Erhöhung der Mitarbeitermotivation bei. In der Folge steigt auch die Anwesenheitsquote, was dem Umstand geschuldet ist, dass Fehlzeiten neben physischen sehr häufig auch psychosoziale Ursachen haben.

Die uve wurde von einem kommunalen Wirtschaftsunternehmen in Rheinland-Pfalz beauftragt, als Grundlage für ein BEM eine entsprechende Dienstvereinbarung auszuarbeiten sowie durch eine Verfahrensanweisung und einen Handlungsleitfaden für Rückkehrgespräche zu ergänzen.

Auskünfte erteilt Ihnen gerne:

Dr. Marc Reinhold

Dr. Marc Reinhold

Prokurist und Leiter Organisationsberatung

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