19. September 2013

Mit neugierigen Blicken erwarteten die etwa 120 anwesenden Jugendlichen, die sich ab dem 02. September 2013 offiziell in ihre Ausbildung als Anlagenmechaniker/-innen oder Klempner/-innen begeben, den Beginn der ausbildungseinleitenden Kick-off Veranstaltung. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz, für die meisten Teilnehmer noch vollkommenes Neuland, stand im Mittelpunkt der beiden Veranstaltungstage.

In ihrer Eröffnungsrede richtete die Schulleiterin der Max-Taut-Schule Frau Mayer erste Willkommensgrüße an den zukünftigen Ausbildungsjahrgang, der sich erstmals gemeinsam versammelte. Herr Schuh, Obermeister der Innung SHK Berlin, übernahm das Wort und dankte den Jugendlichen für Ihr zahlreiches Erscheinen. Bei dieser Gelegenheit stellte er die Innung vor und sprach über Ziele sowie Herausforderungen des SHK-Handwerks in Zeiten des demografischen Wandels.

Der Einstieg in das Hauptthema der Veranstaltung, die Wichtigkeit einer sicheren, gesunden und aufmerksamen Arbeitsweise, wurde durch die Präsentation von drei Arbeitsschutzfilmen geschaffen. Insbesondere die möglichen schwerwiegenden Folgen einer Missachtung von Arbeitsschutzrichtlinien stimmten die Jugendlichen nachdenklich.

Die Innung SHK Berlin, das Netzwerk Gutes Bauen in Berlin und Brandenburg, die IKK Brandenburg und Berlin und das Projekt CHRONOS – in dem die uve GmbH für Managementberatung Projektpartner ist – hatten sich mit der Organisation des Arbeitsschutzparcours die Sensibilisierung der Jugendlichen zu Arbeitsschutzthemen zum Ziel gesetzt und damit genau solche nachdenklichen Reaktionen.

Bereitgestellt wurde das vielfältige Angebot des Arbeitsschutzparcours von verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittels Alterssimulationsanzug des Meyer-Hentschel-Instituts erfahren, welche Herausforderung der Arbeitsalltag mit zunehmendem Alter an sie stellen wird.

Einer schwer wahrnehmbaren Gefahr bei der Arbeit widmete sich die Berufsgenossenschaft Bau, die Staubbelastungen in den Fokus rückte. Anhand von Videos wurden Methoden zur Staubmessung erläutert und mit Hilfe eines modernen Trennschneider wurde direkt vor Ort demonstriert, das sich Staubbelastungen mit dem richtigen Maschineneinsatz verhindern lassen. Neben der Staubvermeidung durch ausgewähltes Equipment stellt jedoch auch der richtige Umgang mit Hautschutzmitteln eine wichtige Maßnahme im SHK-Gewerbe dar. Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen schulte gemeinsam mit der Unfallkasse Berlin die zukünftigen Auszubildenden in der Verwendung der Schutzmittel.

Für große Begeisterung und angestrengte Gesichter sorgte der Muskelfunktionstest der Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin. Hier konnten die Teilnehmer in verschiedenen Übungen ihre Muskeln spielen und die Leistungsfähigkeit ihrer Körpermuskulatur überprüfen lassen. Wie man vor allem die Rückenmuskulatur richtig einsetzt, demonstrierte im Anschluss die uve GmbH, die den Azubi-Frischlingen vorführte, wie sich rückengerechtes Heben und Tragen auch im Arbeitsalltag umsetzen lassen.

Damit sich die Jugendlichen in Zukunft an ihrer Berufsschule leichter zurechtfinden, diente eine Tour durch Fachräume dem Kennenlernen der neuen Umgebung. Zu guter Letzt wurden an einer Station unter großem Interesse der Teilnehmer grundlegende inhaltliche Fragen zur bevorstehenden Ausbildung beantwortet und Leistungsanforderungen formuliert. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Fahrt ins Ausbildungszentrum der Innung SHK, wo eine Ausbildungsrallye für die Jugendlichen stattfand.

Wenn Sie Interesse haben, auch in Ihrer Einrichtung solch einen Arbeitsschutzparcours für Jugendliche aber auch für Erwachsene durchzuführen, sprechen Sie uns einfach an. Wir unterstützen Sie gern bei der Organisation.

Weitere Informationen zum Projekt “CHRONOS – Alters- und Alternsgerechte Bauwirtschaft Berlin/Brandenburg”:

» Informationsflyer über das Projekt “CHRONOS”

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