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Eine optimale Auslastung von Personal, Anlagen, eingesetzten Fahrzeugen, Maschinen sowie Geräten ist eng mit einer Regelung der Arbeitszeit verknüpft.

Fallen bei Ihnen immer wieder Überstunden in einer Größenordnung an, welche Sie nicht ohne weiteres abbauen können? Wie können Sie diese Anhäufung von Überstunden vermeiden? Wie regeln Sie in diesem Fall Ihre Arbeitszeit? Hierfür hilft zunächst eine Flexibilisierung der Arbeitszeit in Verbindung mit Ausgleichsmöglichkeiten für Überstunden über Jahresarbeitszeitkonten.

Aber was geschieht mit Überstunden, welche nicht bis zum Ende des Jahres ausgeglichen werden können? Müssen Überstunden ausgezahlt werden oder verfallen Überstunden? Mit Langzeitkonten / Lebensarbeitszeitkonten gehen keine Überstunden verloren – ganz im Gegenteil, angesparte Überstunden werden verzinst. Langzeitkonten / Lebensarbeitszeitkonten bieten Ihnen so Möglichkeiten, durch den Überstunden – Abbau den Vorruhestand zu finanzieren oder auch eine längere Auszeit zu nehmen.

Ziel wird es selbstverständlich immer sein, den Anfall von Überstunden im Vorhinein zu vermeiden bzw. einzuschränken. Welche Arbeitszeitmodelle sind nun die richtigen für meinen Betrieb, um eine optimale Auslastung zu erreichen?

Wir unterstützen Sie bei der Suche sowie Einrichtung geeigneter Arbeitszeitmodells. Zu nennen sind Basis- Arbeitszeitmodelle wie z.B. ein 4 in 5 – Modell oder ein 2 Schicht – Modell. Daneben werden auch Erweiterungen wie beispielsweise Einrichtung von Jahresarbeitszeitkonten als Gleitzeitkonten, versetzte Arbeitszeiten oder eine tägliche Rahmenarbeitszeit betrachtet. Zum langfristigen Überstunden- Abbau können Zeitwertkonten in Form von Langzeitkonten / Lebensarbeitszeitkonten eingerichtet werden.

Arbeitszeitmodelle – Ziele

  • Arbeitszeit sowohl an betriebliche Bedürfnisse des Unternehmens als auch an Mitarbeiterinteressen anpassen
  • Personaleinsatz anhand der Auslastung abstimmen
  • optimale Auslastung von Anlagen, Maschinen sowie Fahrzeugen erreichen
  • Überstunden mit einhergehenden Zuschlägen sowie Leerlaufzeiten, welche Mehrkosten verursachen, vermeiden
  • Fahrzeug-/Maschinen-/Gerätebestand optimieren, ggf. reduzieren

Ihre Vorteile

Mit flexiblen Arbeitszeiten können Sie…

  • Effizienz & Produktivität steigern
  • Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens sichern
  • Motivation Ihrer Mitarbeiter positiv beeinflussen
  • qualifizierte, leistungsstarke Mitarbeiter an Ihr Unternehmen binden
  • Kosten sparen, z.B. für Überstundenzuschläge, für Fluktuation/ zusätzliche Rekrutierung, teure Abfindungen
  • neue Arbeitsplätze schaffen, sofern derzeit beschäftigte Mitarbeiter ihre Arbeitszeit reduzieren wollen oder vorzeitig ausscheiden
  • Fehlzeiten senken
  • letztendlich Personalentwicklung in Ihrem Unternehmen fördern

Arbeitszeitmodelle einführen – Vorgehensweise

Wir unterstützen Sie bei der Implementierung eines auf Ihr Unternehmen zugeschnittenen Arbeitszeitmodells. Es wird ermittelt, welche Arbeitszeitmodelle für Ihr Unternehmen bzw. pro Leistungsbereich am besten geeignet sind, um sowohl Überlastungen in Spitzenzeiten als auch Unterauslastungen in restlicher Zeit zu vermeiden.

Gemeinsam legen wir die Regelungen zur Arbeitszeit fest. Dabei geht es insbesondere um Ausgestaltung von Jahresarbeitszeitkonten, Festlegung von Kern- & Gleitzeiten bzw. Servicezeiten und ggf. Einführung einer täglichen Rahmenzeit. Zur Umsetzung der Arbeitszeitregelungen erarbeiten wir für Sie eine entsprechende Betriebs-/Dienstvereinbarung. Darüber hinaus bieten wir Ihnen an, den Abstimmungsprozess bis zum Inkrafttreten zu moderieren.

Desweiteren helfen wir Ihnen bei der Einführung von Zeitwertkonten. Bei Zeitwertkonten wurde ursprünglich zwischen Langzeitkonten sowie Lebensarbeitszeitkonten unterschieden:

  • Zielrichtung von Langzeitkonten ist eine längerfristige bezahlte Freistellung von der Arbeit.
  • Lebensarbeitszeitkonten sind spezielle Langzeitkonten, für die als Hauptmotiv eine Freistellung vor Verrentung/Pensionierung angesehen wird. Lebensarbeitszeitkonten stellen damit eine interessante Alternative für die seit 2010 nicht mehr mit Bundesmitteln bezuschusste Altersteilzeit dar.

Die Begriffe Langzeitkonten & Lebensarbeitszeitkonten werden mittlerweile synonym verwendet. Da Langzeitkonten den Aspekt „Lebensarbeitszeit” beinhalten, wird häufig nur noch von Langzeitkonten gesprochen.

Hinsichtlich Kontoführung, Einbringung bzw. Entnahme von Wertguthaben, steuerlicher, sozialversicherungsrechtlicher, bilanzieller Behandlung, Insolvenzsicherung sowie Rückdeckung ist bei einer Einführung von Zeitwertkonten eine Reihe von Vorgaben zu beachten. Maßgeblich ist das Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi II) in Verbindung mit dem Vierten Sozialgesetzbuch (SGB IV).

Dr. Marc Reinhold

Dr. Marc Reinhold

Prokurist und Leiter Organisationsberatung

+49 30 31582-482

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